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Jung, fit, Herzinfarkt?

Der Weltherztag geht nicht nur die ältere Generation etwas an - in Deutschland sterben jährlich bis zu 200.000 Menschen am plötzlichen Herztod. In fünf bis 15 Prozent aller Fälle trifft es nicht die "klassische Risikogruppe" älterer Patienten mit bekannten Vorerkrankungen, sondern junge, scheinbar kerngesunde Menschen - auch beim Sport: Jedes Jahr erliegen mehrere hundert Betroffene in Deutschland dem plötzlichen Herztod während einer körperlichen Aktivität. Der häufigste Grund sind unerkannte oder nicht ernst genommene Vorerkrankungen. Damit das Training sicher und gesund verläuft, raten Experten wie der Sportmediziner Prof. Dr. Klaus-Michael Braumann vor Trainingsaufnahme zu einer sportmedizinischen Untersuchung. Die BKK Mobil Oil übernimmt die Kosten für diesen Sportler-Check-up.

"Wer regelmäßig körperlich aktiv ist, tut seinem Körper grundsätzlich Gutes und beugt vielen Gesundheitsrisiken etwa für Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor", erklärt Prof. Dr. med. Klaus-Michael Braumann, Professor für Sportmedizin und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP). "Um jedoch beim Sport gefahrlos seine optimale Leistung zu erreichen, sollten sich alle Menschen ab 35 Jahren einer sportmedizinischen Untersuchung unterziehen - vor allem nach einer längeren Periode körperlicher Inaktivität", so der Sportmediziner. Der Sportler-Check-up beim Sportmediziner kann ernsthafte, verborgene Erkrankungen mit unauffälligem Verlauf rechtzeitig aufdecken. Daneben umfasst er eine Leistungsdiagnostik mit Laktatmessung aus deren Ergebnissen sich der individuell günstigste Belastungsbereich ableiten lässt.

Plötzlicher Herztod - Risiken auch für jüngere Sportler

Eine besondere Gefahr liegt in strukturellen Veränderungen des Herzmuskels - der sogenannten koronaren Herzerkrankung. "Diese oft unerkannte Grunderkrankung kann durch eine Durchblutungsstörung des Herzmuskels in vielen Fällen zum plötzlichen Herztod führen - auch bei jüngeren, scheinbar gesunden Menschen unter 30 Jahren. Doch auch andere Ursachen wie erworbene oder angeborene Herzmuskelerkrankungen (Kardiomyopathie) oder Herzmuskelentzündungen können den plötzlichen Herztod verursachen", erklärt Prof. Braumann. Diese können im Rahmen einer fachärztlichen Untersuchung in den meisten Fällen diagnostiziert werden. So sind gefährliche Veränderungen des Herzens im Belastungs-EKG des Sportler-Check-ups erkennbar und auch eine angeborene Herzmuskelerkrankung lässt sich durch eine zusätzliche Echokardiographie relativ sicher feststellen.

Zur besonderen Vorsicht beim Training rät der Sportmediziner nach Virus-Infekten. Auch bei jüngeren Menschen kann ein Infekt relativ kurzfristig eine Herzmuskelentzündung hervorrufen. Besonders bei sportlicher Belastung erhöht diese Entzündung das Herztod-Risiko. Um diese Gefahr auszuschließen, sollte während einer Virus-Erkrankung unbedingt auf jede Form von körperlicher Belastung, also auch auf Sport verzichtet werden. Stellt der Facharzt eine Herzmuskelentzündung fest, sollte der Betroffene in jedem Fall eine längere Sportpause einhalten.

Mit dem Sportler-Check-up auf der sicheren Seite

Je nach körperlicher Verfassung und geplantem Training kann aus zwei Untersuchungsvarianten gewählt werden: Der Basis-Check-up beinhaltet die Anamnese, eine Überprüfung des allgemeinen Gesundheitszustandes sowie ein Ruhe-EKG. Werden dabei Risikofaktoren identifiziert - oder ist ein besonders intensives Trainingsprogramm geplant - empfiehlt sich eine erweiterte Untersuchung mit Belastungs-EKG, Überprüfung der Lungenfunktion und einer Laktatbestimmung. Die BKK Mobil Oil übernimmt hierfür alle zwei Jahre die Kosten - das heißt bis zu 70 Euro für den Basis-Check-up und bis zu 130 Euro für den erweiterten Check-up. Einzige Voraussetzung: Versicherte müssen den Sportler-Check-up bei kassenzugelassenen Ärzten mit der Zusatzbezeichnung "Sportmedizin" durchführen lassen.

Weitere Informationen zum Sportler-Check-up finden Sie unter www.bkk-mobil-oil.de/sportlercheckup.

bri / ots: BKK. 26.09.2014, 23:30

Foto: obs

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